neckarhex: Close shot of strawberries. (delicious)
Dieses Jahr habe ich wieder ein bißchen Gemüse angebaut, das auch recht gut gelungen ist. Der lange kalte Frühsommer, gefolgt von der trockenen großen Hitze im Juli und August waren nicht ideal für die Tomaten, aber grüne Bohnen und Hokkaido sind dabei prächtig gediehen. Die diesjährige Schneckenplage hat allerdings einiges an Schwund verursacht.

Da wir immer noch nur ein klassisches Gemüsebeet haben, kamen auch das Holzkomposter-Hochbeet und diverse Mörtelkübel als Pflanzgefäße  zum Einsatz.

Ins Beet kamen Stangenbohnen und Bohnenkraut, die zwischen dem Dauerbewuchs von Rosmarin, Thymian, Salbei und Rucola prächtig gediehen sind. Ich war spät dran mit dem Stecken, dadurch ist mir immerhin nichts weggefault; und 2 der acht Bohnenstangen haben fast keine Ranken durch die Schnecken. Trotzdem habe ich ca. 4kg Bohnen eingefroren und ca. 2 weitere kg direkt verarbeitet, und noch mindestens eine Bohnenernte ist zu erwarten.
Ins Hochbeet habe ich einen Hokkaido gepflanzt, vier Pflücksalate (Lollo Rosso) und 5-6 Mangoldpflanzen mit bunten Stielen. Der Hokkaido hat durch Feuchte und Schnecken einige Früchte verloren, aber 3 schöne Kürbisse hervorgebracht; ein weiterer könnte noch eine Chance haben. Der Pflücksalat hatte keine Chancen gegen die Schnecken, der Mangold dagegen hat ihnen tapfer getrotzt und kam auch mit der Trockenheit und Hitze ausgezeichnet zurecht. Ich habe ihn als Pflückmangold beerntet, meistens mit kleinen Blättern für Salate, aber gelegentlich auch große Blätter zum Einfrieren. Aus Platzmangel in der TK-Truhe habe ich nur zwei oder drei Portionen eingefroren, aber mehr wäre mit mehr Ernte gut möglich gewesen.
Ein zweiter Hokkadio, in einem großen Mörtelkübel vor dem Haus (weil an der Wand wärmer und windgeschützter) ist mehr schlecht als recht gediehen, und bedingt durch die Schnecken trägt er aktuell gerade mal eine kleine, verwachsene Frucht.
Eine Zucchini, in einem vergleichbaren Kübel, hatte übehraupt keine Chance gegen die Schnecken, trotz Bierfallen und Ferramol. Irgendwie habe ich es hier noch nie geschafft Zucchini zu ziehen; vielleicht mal in einem Beet mit Schneckenzaun? Sonst lohnt sich das Gießen nicht.
Gut getragen hat auch dieses Jahr wieder eine Gurke in einem Eimer auf der Veranda. Ich habe diesmal nur eine Einlegegurkenplfanze abbekommen, die man schälen muß vor dem Essen, aber als Vespergurken schmecken sie sogar besser als Schlangengurken.
In zwei eckigen Mörtelkübeln auf der Veranada habe ich jeweils 2 Cocktailtomaten, vier verschiedene (alle Pflanzen sowie die Gurke sind vom Bambusfreund in Reihen). Die tragen ganz gut, aber das Aroma ist bescheiden, und das Gießen war ungünstig - ich habe zu viele Löcher in die Kübel gebohrt, und die Befestigung der Tomatenstangen mit halben Ziegeln ist offenbar auch nur suboptimal. Ich bin aber sicher daß das Aroma besser und die Erntemenge größer wäre, wenn die Pflanzen in ihren ersten Wochen mehr Wärme abbekommen hätten.
Unerwartet gute Ergebnisse ergab eine geschenkte, unbekannte Tomatenpflanze, "oriental", die in einem großen Mörtelkübel neben dem Hochbeet wächst. Sie trägt jeweils nur eine oder maximal zwei Früchte von teils enormer Größe, die trotz Wind und gelegentlicher Kälte sehr gut gediehen sind, und auch dieses Jahr viel Aroma hatten. Da die Früchte fast nur aus Fleisch bestehen war die Ausbeute groß - eine der größeren Exemplare reichte aus für einen Tomatensalat für zwei Personen.

Obst dagegen war bisher eher eine Ausnahmeerscheinung. Wir haben einige schöne Blaubeeren ernten und einfrieren können, aber die schwarzen Johannisbeeren sind am Strauch vertrocknet bevor sie reif waren. Weder Quitten noch Zwetschgen gab es - das meiste hat der kleine Frostspanner vernichtet, und die vier oder fünf überlebenden Quitten wurden dann ein Opfer des kühlen, feuchten Frühsommers. Ich frage mich mittlerweile ob es eine gute Idee war, eine portugiesische Quitte zu pflanzen und nicht eine Apfelquitte...
Im Juli hatten meine Eltern dafür eine Himbeerschwemme, von denen einige Kilo den Weg in meine TK gefunden haben, und letzte Woche bekam ich knapp 4kg Zwetschgen geschenkt sowie einie Kilo Pfirsiche von meiner Mutter. Die Zwetschgen stehen frisch als Kompott eingekocht in der Küche, während die erste Charge Pfirsiche zu einem sehr leckeren Sorbet und einer Schüssel Kompott verarbeitet wurde, während die zweite Charge noch nachreift und eingefroren wird als Marmelade- und Smoothie-Grundlage.

Unterm Strich ist bisher also einiges an Ernte und vor allem Vorrat herausgesprungen. :D Ich träume für kommende Jahre auch von Roten Beeten, Kohlrabi, Erbsen und so weiter, aber dafür brauchen wir erst mehr Beete.
neckarhex: Cat redscharlach (Default)
Samstag war der große Tag: die Kleinen, die gar nicht mehr so kein sind (Borka ist schon fast so groß wie Pitou), durften das erste Mal nach draußen in den Garten, nachdem wir zuerst am Zaun Diverses nachgebessert haben und sorgfältig kontrolliert ob auch noch alles dicht ist - war es natürlich nicht durch gesenkes Erdreich an ein paar Stellen... zum Glück akzeptieren die meisten Katzen ja einmal gesetzte Grenzen dieser Art ohne ständige Überprüfung. ;o)


Es war - und ist noch - sehr spannend. Findis war wie erwartet die Mutigste und war im Nu draußen, und auch gleich damit beschäftigt, in sich nach außen um die Terassentür ausdehnenden Kreisen alles zu erkunden. Ihre Brüder waren viel zögerlicher, und vor allem Mattis zog es vor erstmal nur zu beobachten und dann auch nur ein ganz klein wenig auszuprobieren. Anfangs war für alle auch alles sehr bedrohlich, von lauten Autogeräuschen in der Ferne zu auffliegenden Amseln, aber die Neugier hat dann doch gesiegt.

Findis hat dann relativ schnell mit dem Apfelbaum und seinen Verlockungen Bekanntschaft gemacht, allerdings auch ihren Mut überschätzt. Rauf ging es prima, bis auf die höchsten Äste, die kaum dicker sind als ihre Pfoten, und klettern, auf Vögel lauern und so weiter war alles kein Thema. Aber dann aus luftiger Höhe von über 3m wieder runter auf die tieferen Äste - uff. Da fing sie dann an um Hilfe zu rufen.;o) Verbaler Zuspruch hat nicht gereicht, bzw. es wurde uns dann langsam sehr kalt, da es doch ncoh sehr frisch ist mit wenigen Graden über Plus. Da auch sie die Außentemperaturen noch nicht gewöhnt ist haben wir schließlich eine Leiter geholt und sie "gerettet", auch wenn sie höchstwahrscheinlich irgendwann doch wieder runtergekommen wäre. Menschliche und Feline Geduld sind halt doch immer ein wenig unterschiedlich. ;o) 
 
Mittlerweile ist die Katzenklappe, die nun alle drei erfolgreich finden, hochgeklemmt und sie können, solange einer von uns da ist, frei kommen und gehen. Der nächste Schritt wird sein die geschlossene Katzenklappe zu meistern. Gestern, am ersten "Katzenklappentag" war Findis fast nur draußen, bzw. kam rein um sofort wieder rauszuwitschen - man darf nichts verpassen! Heute läßt es schon nach, aktuell halten alle Mittagsschläfchen in der warmen Sonne - innen. Ist ja kalt draußen. *g*

Hier gibt es noch ein paar Fotos.

neckarhex: Cat redscharlach (Default)
I took my camera to the garden yesterday to have the first blooming and blossom shots of the year. Everything is about four weeks too early, and now it's stormy and getting cold again, so let's enjoy it while it lasts. Have my beautiful white lilac just opening the first buds:

While lilac just starting to blossom

On a technical note, I'm slowly getting better combining my analogue macro lens with the digital SLR. Autofocus doesn't work in this combination, and with my bad eye-sight working without autofocus is tricky. A year ago, I managed perhaps one sharp shot out of 50, now I'm down to 10! :o) 

neckarhex: Cat redscharlach (Default)
And another double one...ahem.

Week 12: 

Steinsberg castle

Have the Steinsberg again, taken last Saturday, with large puffy clouds.
The trees and shrubs are getting their green mist, and the apple tree
to the left is already sowing the first buds of blooms.

Week 13:

Steinsberg castle
Same location, different time and shot: already two or three years ago, at the back side of the castle
on a balcony at the ramparts where a huge, centuries-old lime tree grows. She loves being photographed
and I was playing around a bit to get used to my new digital zoom lens.
neckarhex: Cat redscharlach (Default)
Die Fotos der Woche gibt's ab jetzt auf Englisch. Bisher habe ich zwei Versionen gepostet, auf Englisch in meinen englischen Blogs, und auf Deutsch hier und im Wordpress-Blog. Da die deutschen Einträge eigentlich gar kein Feedback bekommen, erlaube ich mir die Freiheit, die Einträge ab jetzt nicht neu und mit deutschem Text zusammenzustellen, sondern sie einfach zu kopieren.

Da die letzten beiden Wochen sehr chaotisch waren gibt es zusätzlich heute die Fotos für beide zusammen.


Week 10:
 
We didn't have a proper winter this year, as I've already mentioned. No frost, no snow, and while the days were most grey and wet, we have been spared heavy rain and floods, so no reason to complain. (The side-effects are already showing, though: mosquito season has already begun... ) But no matter if it's a real or a hard winter or not, the first snowdrops are always a beautiful sight, and a lovely sign of the changing seasons: 

Snowdrops
 
These grow under a small lilac tree who is a scion of the lilac tree of my in-laws,and the snowdrops are offshoots of those of my parents - who got them from the house my mother grew up in. I have a very soft spot of plants or scions of plants inherited in this way and going back through the family... when I was small, I was allowed to pick the first snowdrops for a tiny bouquet on the dinner table. We no longer have flowers on the table because the cats eat them (though they thankfully leave them alone in the garden, as they're poisonous for cats), but I can see them trough the window from my seat.

Week 11: 
 
Last night, we had the most awesome full moon, and I tried once again to take a decent shot of it. I still don't have a tripod, and my monopod wasn't sufficient, as oyu can clearly see. At least it's the first "moon" image I ever managed where you can acutally make out something and even tell what is what. *g* The atmosphere was simply breathtaking.

Full moon over Castle Steinsberg



neckarhex: Black and white drawing of medieval book illumination detail depicting an animal head and interwoven bands (Buchmalerei)
Ups, mir ist doch glatt das Foto für die letzte Woche total entfallen... dafür gibt es heute zwei zum Preis von einem: 

Ein Makroschuß von Falläpfeln unseres uralten, ungezähmten Apfelbaums im Garten, weil wir gerade wieder bis über die Ellbogen in Äfpeln stecken. Die alte Sorte trägt eigentlich nur alle zwei Jahre und hatte nach einem extrem reichen Jahr nun sogar drei Jahre Pause gemacht. Die Äpfel haben einen herrlichen, säuerlich-süßen Geschmack, lassen sich aber leider nicht lagern. Also wandert alles zum Raiffeisen für Saft, während ich so viel Fallobst wie möglich zu Apfelmus verarbeite. Nichts geht über den Duft von gedünsteten Äfpeln und Zimt im ganzen Haus! :o)
 Macro shot of some windfall apples

Für die letzte Woche gibt es ein Reisesouvenir von der Loire: im Schloß Villandry mit seinen herrlichen, dekorativen Gemüsegärten gab es natürlich auch einen Souvenirladen - und noch einen mit gartenorientierten Souvenirs. Seehr gefährlich, wobei wir uns tapfer am Riemen gerissen haben und nur ein paar Kleinigkeiten, Samen und ein einziges Pflänzchen gekauft haben. ;o) Das allerdings mußte sein, eine Ergänzung für meine Minzsammlung: Mentha buddleia, die bei uns Silberminze heißt, dort aber als "Bergamottminze" verkauft wurde. Wir nennen sie "Villy", und den schönen Pflanzenstecker von Villandry lassen wir natürlich mit im Topf! *g*
 
a small mint plant growing in a pot
neckarhex: Cat redscharlach (neckarhex)
 
Wir haben angebaut: seit Freitag ziert ein kleines Häuschen für unseren Katzenprinzen die Hauswand... oder anders gesagt: wir haben endlich den geplanten Katzenklappentunnel realisiert, der Pitu den problemlosen kompletten Freigang ermöglicht, während Skrållan weiterhin nur ins (gartengroße) Freigehege darf. Leider konnten wir Pitu nicht dazu bringen, sich mit dem großen Gehege zu begnügen, daher wurde er bisher über die Haustür von uns rausgelassen und kam selbstständig über das 2m hohe Gartentor zurückgeklettert.
 
Bild vom Katzenklappentunnel an der Hauswand

Da wir früher schon erfolgreich unterschiedlichen Freigang mit einer Magnetklappe realisiert hatten, bot sich diese Lösung erneut an, zumal mittlerweile Klappen auf dem Markt sind, die auf den Microchip der Katze reagieren  - kein gefährliches Halsband mit Magnet ist mehr nötig. Kompliziert wurde die Situation dadurch, daß erstens nur eine Katze nach draußen dürfen soll, und zweitens die Klappe nicht vom Haus in den Garten, sondern vom umzäunten Garten "auf die Straße" führen soll. Zwar haben wir uns für eine batteriebetriebene Klappe entschieden, doch auch die braucht entsprechenden Witterungsschutz. Erschwerend kommt noch hinzu, daß es leider bisher keine Magnetklappen gibt, die von beiden Seiten funktionieren - der Zugang läßt sich nur von einer Seite aus unterschiedlich steuern, sodaß für unsere Situation die Klappe "verkehrt herum" eingebaut werden muß. Von außen, von der Straße her, ist sie dauerhaft offen.
Fremdkatzen sollen natürlich nicht in den Garten (auch wenn hin und wieder eine über den Zaun kommt), was wir zu vermeiden hoffen indem der Zugang von der Straße aus nicht sichtbar ist: das Katzenklappenhäuschen hat zur Straße hin den Zugang im Boden.
Pitu hat das Prinzip zum Glück sehr schnell begriffen - noch während das Häuschen nach dem 2. Anstrich auf dem Terrassentisch trocknete, konnte ich mithilfe von ein paar Leckerli nicht nur die Klappe wie geplant auf seinen Chip programmieren, sondern er hat auch gleich demonstriert daß das Prinzip gut funktioniert und sehr einfach ist. Er hat die Klappe vor Ort sofort benutzt, zumindest zum Rausgehen. Rein kommt er noch immer meistens über den Zaun, hat aber auch da die Klappe bereits einmal benutzt - immerhin liegt sie auf der anderen Seite des Hauses als sein gewohnter Weg, da muß man ja auch erstmal umlernen als Katze. ;o) 
Mehr Bilder und Deails gibt es in der Galerie.

neckarhex: Cat redscharlach (Default)

Das dieswöchige Foto kombiniert eine besonders schöne Urlaubserinnerung mit einer meiner Lieblingsblumen: Rosa Rugosa, eine sehr stachelige, wilde Rose mit sehr intensiv pinken Blüten. Das abgelichtete Exemplar verschönerte die Hecke um unseren Stellplatz auf Sturkö, einer Schäre in der Nähe von Karlskrona an der schwedischen Ostküste. Der Campingplatz lag traumhaft direkt am Wasser im Schärengarten, einer der schönsten die wir je hatten.

blossom of a rosa rugosa
 
Zuerst begegnet ist sie mir in rauhen Mengen in den Dünen auf der dänischen Ostsee-Insel, auf der ich fast alle Sommerferien meiner Kindheit verbracht habe, und seither überall im Norden, wohin wir auch gekommen sind. In unserem Garten ist sie die erste (und bisher einzige) Rose, die wir gepflanzt haben.
neckarhex: Cat redscharlach (Default)

Die Buddleia in unserem Garten ist ein Magnet für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, an deren Treiben ich mich nie satt sehen kann, solange der Busch blüht.

Frustrierenderweise kämpfe ich aber noch immer mit der Technik meiner "guten" Kamera, der digitalen SLR, vor allem in Verbindung mit dem analogen Makro. Ein Digitales werde ich mir noch geraume Zeit nicht leisten können. Beim analogen jedoch funktioniert der Autofokus nur schlecht bis gar nicht, sodaß ich aufs manuelle fokussieren angewiesen bin. Das wiederum ist bei meiner Sehschwäche ein echtes Abenteuer. Auch diesmal sind von gut 40 Aufnahmen gerade mal zwei so scharf, daß man überhaupt sinnvoll etwas so sieht, wie ich es haben wollte... aber mit diesen beiden Aufnahmen bin ich immerhin recht zufrieden, sodaß es diesmal zwei Fotos der Woche gibt: 

Macro shot of bee in buddleia bush
(Rechtsklick für größeres Bild)

Macro shot of butterfly in buddleia bush

 
neckarhex: Rigging of the Cutty Sark, shot from deck looking up (Rigging)
 

Die üble Hitzewelle letzte Woche hat am Wochenende  nicht nur ein erlösendes Gewitter gebracht, sondern auch eine recht spekatkuläre Himmelsfärbung. Leider konnte ich das gespentischge gelbe Licht nicht einfangen, das damit einherging: 
 

cloudy sky with violent reds and blues
(Rechtsklick für größeres Bild)

cloudy sky burning up in reds and blues


cloudy sky burning up in reds and blues
 
 

Die kleinen weißen Flecken sind Wassertropfen auf der Kamera.
neckarhex: Cat redscharlach (Default)

Eine unreife Physalis, eines von Siljans botanischen "Haustierchen". Sein Hobby sind exotische und ungewöhnliche Pflanzen, bzw. vor allem der Versuch, diese in unserem Klima anzubauen und großzuziehen, bzw. überwintern zu können. Die Physalis fühlen sich offenbar recht wohl hier, und anders als ihre Verwandten, die Tomaten, sind es sogar mehrjährige Stauden, die im Winter mit ihrem Kübel in den Keller dürfen und uns dafür im Spätsommer mit zwar kleinen, aber sehr aromatischen Früchten belohnen.

Close shot of an unripe physalis
(Rechtsklick für größeres Bild)

Wie sicher schon zu merken war liebe ich Markoaufnahmen, egal ob mit dem Makromodus der Kompatkkamera oder, wie hier, mit der Spiegelreflex (wen's interessiert: ich habe eine Canon EOS 40D mit einem analogen Makro von Sigma). Mich faszinieren diese Miniaturwelten einfach, die man damit einfangen kann, und deren Schönheit und Vielfalt sich erst später beim Bildbetrachen entfaltet, weil sie fürdas menschliche Auge zu klein ist.

neckarhex: Cat redscharlach (Default)
Seit einer Weile hat mich die Stricklust wieder intensiver gepackt und es entstehen endlich mal wieder mehr als "nur" Socken. In meiner Wollschublade war da noch die Tüte mit dem blauen Wildseidengarn, die ich seit meiner frühen Studienzeit haben muß oder länger... ich kann mich nicht mal mehr erinnern. Die Wolle war mal für einen Materialmix-Pullover gedacht - was nun mit den ca. 250g tun? Die Farbe ist längst nicht mehr meine, daher wollte ich sie nicht mit etwas anderem kombinieren.

Dann kam die zündende Idee: ein langer, dicker, wuscheliger Schal! Ich vertrage (außer an den Füßen) keine Wolle auf der Haut und schwitze vor allem am Hals schnell, weshalb ich bisher für mich keine Schals gestrickt habe. Seit ich vor zwei Jahren in Schweden einen dünnen, gestrickten Leinenschal gekauft habe, hat sich das geändert, beste Gelegenheit also für eine Resteverwertung!

Auf der Suche nach einem Schalzopfmuster habe ich eines mit abwechselnden Zöpfen gefunden, das mir gut gefallen hat und das leicht und schnell zu stricken ist. Die Quelle muß ich nachliefern, leider habe ich den Link verbummelt.
So sieht das Ergebnis aus: 

Gestrickter Schal aus grobem Seidengarn ber Stuhl drapiert
(Rechtsklick führt zum Bild in Originalgröße)

gestrickter blauer Schal aus grobem Seidengarn mit Zpfen, dekorativ drapiert
(Rechtsklick führt zum Bild in Originalgröße)

Das Garn ist ein unregelmäßiges, teils knubbeliges, teils sehr dünnes Wildseidengarn, das mit 4er Nadeln verstrickt wurde. Ca. 2m lang und 30cm breit, bereits ausgiebig in Kälte und Schnee getestet, aber bisher nicht bei Nässe. Ob er die aushält weiß ich nämlich, ehrlich gestanden, gar nicht und offe auf keine böse Überraschung. Der Schal ist schön leicht und temperaturausgleichend, trotzdem aber erfreulich winddicht.

neckarhex: Cat redscharlach (Contemplating)
Zum zweiten Advent ereilt uns das gleiche Schicksal wie zum ersten: das Wetter, genauer der Schneefall, verhindert sämtliche Pläne außer Haus. Eigentlich wollten wir zu meiner Schwiegermutter und mit ihr auf den Weihnachtsmarkt, doch abgesehen von dem Problem, abends wieder auf unseren Berg hochzukommen, sind aktuell auch 35km auf der Autobahn ein Unternehmen, das man nicht freiwillig auf sich nimmt. Bleiben wir also vorm Kaminfeuer und machen es uns mit Katze, Buch und Kerze bequem.

Landschaft im Schnee mit dramatischem Lichteinfall
 
Immerhin kann ich guten Gewissens entspannen, denn alle Vorbereitungen, die Zeit brauchen (wie die üblichen Fotokalender für diverse Familienmitglieder) sind erledigt, und um wegen der noch ausstehenden Vorbereitungen und üblichen Putzaktionen in Panik zu geraten ist morgen immer noch Zeit. ;o) Da wünsche ich lieber allenthalben einen friedlichen und hoffentlich gemütlichen Advent oder Sonntag, je nach Neigung, und schaue statt aus dem Fenster lieber auf ein Foto von unserem Winterurlaub auf der dänischen Insel Langeland im Januar. Da scheint trotz des dort ungewohnten Schnees und der erstaunlich niedrigen Temperaturen wenigstens die Sonne. :o) 

Die armen Vögel trotzen hier gerade tapfer dem Wind und Schnee und leeren unsere Futtersilos. Wir haben wie immer zwei Silos mit Ganzjahresfutter, diverse Meisenknödel und ein Silo mit Erdnußbruch. Anfangs kamen, wie jedes Jahr, Sperlinge und Kohlmeisen, und seit vorgestern sind auch Blaumeisen und Ringeltauben zu sehen. Die übliche Elster versucht wie immer vergeblich, die Meisenknödel zu klauen, und das Hausamselpaar freut sich an den wenigen Äpfeln, die wir dieses Jahr hatten. Als ganz neuer Gast war vorgestern ein Buntspecht zu sehen. Erst ist er frustriert immer wieder von den Silos abgerutscht, dann hat er die bei uns als Katzensitzplätze herumstehenden Baumscheiben entdeckt und war offenbar im Spechthimmel. Kein Wunder, die Dinger sind längst alle dicht von Insekten und Larven bevölkert.

Nie zu sehen, aber immer zu hören ist das fliegende Volk, das in unseren "Efeubäumen" Schutz sucht und sicher auch Futter findet. Es handelt sich um zwei uralte Apfelbäume, die auf dem Streifen zwischen Zaun und tieferliegender Straße stehen und eigentlich nur noch durch enormen, uralten Efeubewuchs zusammengehalten werden und komplett davon überwachsen sind. Traumhaftes Tierversteck - nur wird leider einer nach dem anderen weichen müssen, wenn die Baumsubstanz darunter den Efeu nicht mehr tragen kann. Die Bäume stehen beide nicht mehr auf dem ebenen Teil des Grundstücks, sondern auf der Schräge, und drohen früher oder später auf die Straße zu stürzen. Wir wollen versuchen, wenigstens den einen Baum zu retten, indem wir den Efeu so zurückschneiden, daß der Baum genug Lebenskraft bekommt um stabil zu bleiben. Gleichzeitig wird das dazwischenliegende reine Blattgebüsch nach und nach durch Büsche ersetzt, die besseren Unterschlupf und vor allem Futter bieten.
 
neckarhex: Cat redscharlach (Tate by tube)




Ein kleiner Blick in den spätsommerlichen Garten gestern abend um halb acht: wir hatten nochmal 27°C und genau das Wetter, das dieser Gegend den Spitznamen "badische Toskana" eingetragen hat.
Katze Smilla sitzt im Garten auf einem Holzbalken
(größere Fotos mit rechtem Mausklick)
Smilla sitzt zur Zeit jeden Abend dort, bis die Sonne hinter dem Hügel verschwunden ist, wahrscheinlich um die felinen Solarzellen zu laden.
 
junger Quittenbaum mit Frchten vor unserem Haus
Mein ganzer Stolz: "mein" Quittenbaum, erst dieses Frühjahr gepflanzt. Das Bäumchen kam bereits mit Blüten zu uns, die es wider erwarten behalten hat. Daß es sogar Früchte ansetzt und diese offenbar bis zur Reife trägt, damit hat niemand gerechnet. Doch es gefällt ihm offenbar sehr gut bei uns vor dem Haus und in der Abendsonne.

Quitte am Baum, fast reif
Sechs Quitten hingen an dem kleinen Bäumchen, eine hat der Sturm letzten Samstag abgerissen.
 

neckarhex: Cat redscharlach (Default)
Ich habe schon länger kein Rezept mehr gepostet... daher sollte ich vielleicht mal wieder erwähnen, daß ich meistens recht experimentell koche und die Mengenangaben meistens nur ungefähr sind. Die Menge reicht in der Regel für zwei bis drei hungrige Esser oder für ein Abendessen für zwei sowie ein oder zwei Mittagsmahlzeiten für eine Person.

Diese Kreation beruht auf einer geschenkten, etwas groß geratenen Zucchini und einem Gang durch den Kühlschrank: 


Zucchini und Tomaten gefüllt mit Tomaten-Schafskäse-Creme  (vegetarisch, ohne Kuhmilch)

4-6 getrocknete Tomaten (nicht in Öl eingelegt) mit kochendem Wasser übergießen und ein paar Minuten ziehen lassen, dann abgießen und abtropfen lassen.
Eine ca. 30cm lange Zucchini halbieren, ggf. nochmal längs halbieren und behutsam aushöhlen. Von 4 große Tomaten oben 1/4 abschneiden und, falls sie nicht von alleine stehen können, am unteren Ende eine dünne Scheibe für die Standfestigkeit. Tomaten sorgfältig aushöhlen.
(alternativ kann man natürlich entsprechend mehr oder weniger von den jeweiligen "Gemüsebehältnissen" verwenden. Wenn die Größen zu unterschiedlich sind dabei besser auf zwei Formen verteilen, damit man eine notfalls früher aus dem Ofen nehmen kann.)

Die Gemüse innen leicht salzen und in ein oder mehrere dünn geölte Auflaufformen sezten.
Tomatendeckel und Tomateninhalt fein würfeln, in ein Sieb zum Abtropfen geben, die Flüssigkeit auffangen.
Eingeweichte getrocknete Tomaten fein würfeln und mit den abgetropften Tomatenwürfel in eine Schüssel geben.
Eine kleine rote Spitzpaprika oder eine halbe Gemüsepaprika fein würfeln und dazugeben.
(Alternativ ein paar gewürfelte Oliven)
2 Frühlingszwiebeln putzen, längs vierteln, sehr fein würfeln und dazugeben.

Ein Stück Feta notfalls abtropfen lassen und zu den Tomaten geben, dabei fein zerkrümeln (mit den Fingern oder einer Gabel). Eine kleine Handvoll frischer Kräuter, entsprechend gesäubet und zerkleinert, dazugeben (Rosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum) oder 1 TL Kräuter der Provence. Mit frischgemahlenem schwarzen Pfeffer leicht überstäuben und gründlich vermischen. Ggf. etwas Olivenöl dazugeben, um die Masse geschmeidiger zu machen. Abschmecken. Durch den Feta sollte kein weiteres Salz nötig sein.

Die Masse in die ausgehöhlten Gemüsestücke einfüllen und sorgfältig festdrücken. Den aufgefangenen Tomatensud mit etwas Wein oder Gemüsebrühe auffüllen und in die Form gießen, sodaß ca. 1/2cm hoch Flüssigkeit darin steht.

Ab in den Backofen und bei 200°C gar schmoren. Bei mir hat es 45min gedauert ohne Vorheizen; sobald die Zucchini weich genug sind ist es fertig.

Dazu paßt gut Hirse, Bulgur, Reis oder Brot.

Vegane Variante mit Bulgur, Hirse oder Reis: (vegan)

Die Gemüse wie oben beschrieben vorbereiten, die Tomatenmasse leicht salzen. Statt dem Feta werden 2 Tassen fertig gegarte Hirse, Bulgur oder Reis benötigt, die mit der Gemüsefüllmasse vermengt werden. Entsprechend Salz oder andere Würze hinzugeben (je nachdem ob  das Getreide gesalzen war oder nicht). Nach Wunsch und Konsistenz ggf. etwas Olivenöl hinzugeben, bis die Masse geschmeidig ist, aber nicht zu glitschig. Abschmecken.
In die ausgehöhlten Gemüse füllen und gut festdrücken. Nach Wunsch mit Butterflöckchen besetzen und geriebene Nüsse darübergeben (ich habe allerdings bisher noch wenig in die Richtung gemacht und kenne mich mit entsprechenden Garzeiten nicht aus; ggf. soltlen die Nüsse erst später drüber, damit sie nicht verbrennen.) oder mit dünnen Tomatenscheiben belegen.
Flüssigkeitsspiegel wie oben beschrieben dazugeben, und wie oben beschrieben schmoren.

neckarhex: Socken (kreativ)

Ich wollte schon länger mal ein paar meiner Socken vorstellen... ich stricke zwar anundfürsich gerne und mit Leidenschaft, aber zu selten und mit zu wenig Lust am Experimentieren, um auch nur ansatzweise mit dem konkurrieren zu können (oder zu wollen), was man so in Strickblogs findet. Wobei das auch gar nicht meine Absicht ist, ich bin da eher pragmatisch orientiert: ich stricke, was nachgefragt und getragen wird... also meistens Socken für Siljan und selten für mich. 

colourful self-knitted socks and a cat in the background
Er trägt selbstgestrickte und möglichst bunte Socken nämlich mit Leidenschaft. Ich eigentlich auch, aber als "Warmfüßer" und Barfußläufer habe ich wenig Bedarf daran, und bei meiner Sockenfrequenz von 2-4 Paar pro Jahr ist das auch gut so. ;o).

Das nebenstehende Paar entstand aus den gesammelten Wollresten als "Fußwärmer" für kalte Winterabende, weshalb ich ausnahmsweise auch mal alle Farbübergänge verknotet habe (aber nur an Stellen die selbst beim Tragen von Halbschuhen nicht drücken). Ich finde dabei besonders witzig, daß wir zwar beide bunte Ringelsocken mögen, aber offenbar immer zum selben Farbspektrum greifen, denn die Übergänge zwischen einzelnen Wollresten sieht man stellenweise kaum.

Besonders nett an dem Bild fand ich allerdings Pelles Anwesenheit im Hintergrund, die mir erst beim Herunterladen der Bilder aufgefallen ist, nicht beim Fotografieren. Da habe ich ihn gar nicht bemerkt, deswegen ist er leider auch so unscharf.

neckarhex: Cat redscharlach (Garten)
Seit ein paar Jahren "begehen" wir die Walpurgisnacht, wenn möglich, mit einem kleinen offenen Feuer auf der Terasse und feiern das Ende des Winters, den Anfang des Sommers, das überquellende Leben im Garten und überhaupt... :o) - oder anders gesagt, es ist einfach schön den Übergang der Jahreszeiten auf diese Weise ein kleines bißchen zu ritualisieren und ein paar schöne Stunden so zu verbringen.

Dieses Jahr hatten wir dabei besonders Glück, denn vor ein paar Tagen ist fast schon der Sommer eingezogen mit erschreckend hohen Temperaturen (28°C!). Die haben sich zum Glück nicht gehalten, doch es war warm genug, um lange in T-Shirt und Shorts zu sitzen und später mit Socken und dünnem Pulli. Der Flieder ist gerade aufgeblüht, und wir genießen wieder nicht nur die üppigen Fliederbüsche der Nachbarn ringsum, die netterweise alle an unser Grundstück grenzen, sondern auch eine üppige Blüte dreier unserer vier Zöglinge (*). Auch sonst gedeiht es üppig, grünt und blüht, und es ist warm genug um Türen und Fenster offenstehen zu lassen, ohne bereits zu heiß zu sein - so dürfte es meinethalben den ganzen Sommer über bleiben ;o).
Siljan hat sich einen neuen Feuerkorb zugelegt, den wir bei der Gelegenheit einweihten, und so konnten wir uns an einem hübschen kleinen Feuerchen erfreuen, haben sogar ein paar Zucchinischeiben darüber gegrillt, und ansonsten den herrlichen, linden Abend genossen. Etwas später gab es noch "Feuerwerk", Wetterleuchten aus der Distanz durch ein Gewitter, das in der Nacht auch noch zu uns kam. Geregnet hat es mal wieder nicht, dafür hat uns der Sturm aber eine der Gartentüren aufgedrückt und uns einen Schrecken in der Morgenstunde beschert - wir hatten vergessen die Tür abzuschließen. Unser Gartenzaun faßt ja unser "Katzengehege" ein, 1,80m hoher Maschendraht, und an drei Stellen haben wir selbstgebaute Tore in der Höhe aus sogenannten "Zwingertüren" (Holzrahmen mit Metallgitter), für die mein Vater Rahmen mit Sicherheitsschlössern gebaut hat. Abgeschlossen werden muß einmal wegen der Windproblematik, wie wir früher schon festgestellt hatten, aber auch um ganz sicher zu gehen, daß nicht mal irgendjemand die Tore einfach so aufmacht, weil ein Besucher uns im Garten sucht oder so.
Drei unserer vier Katzen dürfen nicht ganz auf die Straße aus den verschiedensten Gründen. Zwei davon, die Mädels, waren zwar in unserem vorherigen Zuhause Freigängerinnen, aber hier kennen sie eigentlich "nur" den Garten, und Pelle war noch nie ganz draußen. Durch das Leben im Gehege sind sie zwar alle ausreichend gut vertraut mit den Geräuschen, Gerüchen und anderen Unwägbarkeiten des
freilaufenden Lebens, aber es gibt auch viele konkurrierende (und teilweise unkastrierte) Katzentiere, deren Revier genau bis an den Zaun geht und die dann schon eine Jagd anzetteln könnten, die tödlich ausgehen kann, wie wir es ja leider schon erlebt haben. Verkehrsmäßig ist es hier trotz Dorf auch nicht ungefährlich.
So ist der Schrecken sicher nachvollziehbar, als das vordere rechte Tor sperrangelweit offenstand... doch da das bei diesem und dem hinteren Tor jeweils schon vorgekommen ist, ganz zu schweigen von kurz nach dem Umzug, als die Seitentür mal versehentlich länger offenstand, wußten wir daß wir schlimmstenfalls unser Tiger nur wieder einsammeln müssen. Aber zum Glück hat keiner von denen was bemerkt, die haben heute sogar länger geschlafen als wir. Uff! ;o) 
Anderseits - so begierig, wie die fremden Katzentiere immer am Zaun langhangeln und hineinstarren sollten wir vielleicht gucken, ob wir jetzt nicht _mehr_ Katzen haben *lach*. Immerhin, bei uns gibt es viel ungezügelte Natur mit spannenden Insekten, ganz vielen Wühlmäusen und tollen Verstecken...

Langweilig wird es uns jedenfalls nicht, auch nicht mit unseren nun schon gesetzteren Fellpopos.



(*) Einer davon war ein storzeliger Ableger von siljans Eltern, der schon seit drei Jahren hier wohnt ; die anderen drei wurden vor zwei Jahren von Bekannten meiner Eltern rausgerissen und weggeschmissen. Wir fanden das schade und haben uns der nackten Häufchen Elend angenommen, und obwohl sie sämtlich kaum noch Wurzeln hatten und die vorhandenen Wurzeln beschädigt waren, sind alle drei angewachsen. Der "dritte" ist zwar nur aus dem Wurzelstock wiedergekommen und noch winzig klein, aber er lebt, und die anderen beiden entfalten nach einem kärglichen letzten Jahr dieses Jahr nun ihre volle Pracht.

neckarhex: Cat redscharlach (Default)
Habe ich hier überhaupt schonmal Rezepte gepostet? Ich glaube fast nein... daher also aus der Kategorie "schnell (vorbereitet) und lecker" mein Rezpet für Backkartoffen mit Kräuterquark.

Backkartoffeln, oder besser Backofenkartoffeln (vegan)

Backofen auf 200°C vorheizen.
1-2 TL Olivenöl auf ein sauberes Backblech gießen und mit etwas Küchenrolle oder dem Pinsel das Blech gut einfetten (ich nehm hier lieber Küchenrolle, weil ich das Öl dünner verteilen kann und der Rest gleich mit aufgenommen wird)
Pro Person ca. 1TL Sesam in einem Häufchen auf das Blech schütten. Wer mag, kann alternativ oder zusätzlich auch ganzen Mohn oder Kümmel nehmen.
Kartoffeln, je nach Größe pro Person zwei bis vier Stück, mit Schale sorgfältig sauber schrubben, schlechte Stellen und Augen ggf. entfernen,  und so halbieren, daß möglichst breite Schnittflächen entstehen. Hier können alle Kartoffeln verwendet werden, die man mit Schale essen mag, und gerade sehr große Kartoffeln lassen sich hier gut unterbringen.  Die Kartoffeln/Stücke sollten alle möglichst gleichgroße sein, sehr große Exemplare notfalls nochmal teilen.
(Man kann auch mehr Kartoffeln nehmen als benötigt, um das Blech und die Hitze auszunutzen, und dann später die gebackenen Kartoffeln zu einem Kartoffel-Brotaufstrich oder -dip verarbeiten. Ich mag sie auch kalt, aber das ist nicht jedermanns Sache. ;o) )

Dann jede Kartoffelhälfte mit der Schnittfläche in den Sesam drücken und aufs Blech setzen, in der Mitte beginnen.
Ab in den Backofen, 2. Schiene von unten, und 30-40min backen, je nach Größe. Die Kartoffeln dürfen durchaus sehr gut durchbacken.

Dazu gibt es bei uns Rohkost je nach Saison zum Knabbern und irgendeinen joghurt- oder quarkbasierten Dip. Griechisches Tsatsiki, indischen Raita, persiches Mast-o-chiar mit Rosinen und Walnüssen, "weißen Käse" à la Schwiegermutter (das ist glattgerührter Quark, der mit viel getrocknetem, pulverisiertem Schabzigerklee aromatisiert wird) oder

Kräuterquark "quer durch den Garten" (vegetarisch)

Grundlage: Quark in Halbfettstufe und normal fetter Joghurt werden zu gleichen Teilen verrührt. Man kann natürlich jegliche Quark-Joghurt-Variante nehmen die man möchte, oder die Grundsauce anderweitig basieren; ich habe eine mittelschwere Laktoseintoleranz und vertrage diese Mischung am besten.
Dazu kommen 1 EL Lein- oder Hanföl (wenn man keines hat lieber 1 EL Sahne nehmen statt anderes Öl), 1 TL Kräutersalz und frischgemahlener schwarzer Pfeffer. Abschmecken.
Dann kommen pro Person ca. 1 Handvoll frisch gehackte Kräuter der Saison bzw. nach Verfügbarkeit hinzu, oder 1/2 Päckchen tiefgefrorene Kräutermsichung "7 Kräuter" o.ä.. Gut unterrühren,  mit 1-2 TL frischen Kernen pro Person garnieren (Kürbiskerne zum Beispiel) und ziehen lassen, bis die Kartoffeln fertig sind.

Heute, Anfang April in Süddeutschland, ergab ein Streifzug durch den Garten meiner Mutter Bärlauch, Sauerampfer, Zwiebelschlotten und Rucola (den hat sie mal gesät, seither geht er wild auf, ist aber viel schärfer und bitterer als Zuchtrucola, weshalb nur wenig verwendet wird). War eine neue Kombination für uns, die sehr gut geschmeckt hat.

Update 2015:  (vegane und milchfreie Alternativen)

mittlerweile vertrage ich Quark und Joghurt kaum noch, daher gibt es die Backofenkartoffeln inzwischen bei uns entweder mit einem großen, bunten Salat mit Zitronen-Honig-Dressing oder Vinaigrette, oder mit einer 

Sojaghurt-Kräutersauce (vegetarisch, vegan, milchfrei)

Dazu verrühre ich 200-300g Sojaghurt mit 2-3 EL Zitronen- oder Limettensaft, 1 TL Kräutersalz und entweder 1-2 EL Mayonaise (mit Ei oder vegan) oder 1 EL Lein- oder Hanföl und 1-2 EL Sojasahne und schmecke mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer ab.
Dazu kommen, wenn es ganz schnell gehen muß, ein Päckchen TK-Kräuter "7 Kräuter" direkt aus dem Tiefkühler, wobei man die Sauce dann mehrfach umrühren sollte bis die Kartoffeln fertig sind, damit alles gut auftaut.

Besser sind 1-2 Handvoll frische Kräuter, was immer vorhanden ist und schmeckt, entsprechend gewaschen, trockengeschleudert und kleingehackt. Rucola schmeckt auch prima, oder eine Tsatsiki-Variante mit geraspelten, ausgedrückten Gurken und Knoblauch.


Überlebt!

Mar. 20th, 2012 10:29 am
neckarhex: Cat redscharlach (Garten)
Der letzte Winter war für unseren Garten - oder genauer gesagt für die Pflanzen in Kübeln und Pflanzringen - stellenweise ein bißchen hart. Der Schnee fehlte ganz, dann bei Frost längere Trockenheit und schließlich sogar ganz neue Frostrekorde...  Gepaart mit dem Umstand, daß wir uns krankheitsbedingt nur sehr teilweise ums sachgerechte Überwintern kümmern konnten, haben wir vor allem bei den Kräutern in Töpfen und Schalen gar nicht erst mit dem Überleben gerechnet.
Umso mehr freue ich mich darüber, daß meine beiden Schnittlauchtöpfe bereits fröhlich vor sich hintreiben: 

Schnittlauch im Topf
Wir haben diese Töpfe auch in den frostfreien  Perioden gar nicht gegossen deswegen, so sind uns in dem Fall auch die Töpfe nicht drumrum weggefroren ;o). Ich pflanze meine nicht-mediterranen Topf-Kräuter absichtlich in relativ große Tontöpfe, damit sie sich in der Sonne nicht so aufheizen und länger mit dem Wasser auskommen. Natürlich verdunstet ein Tontopf auch Wasser, aber meiner Erfahrung nach wachsen Schnittlauch, Peterslie, Melisse und Minze so besser als in Kunststofftöpfen oder -kübeln.
neckarhex: Cat redscharlach (Season)
Eigentlich mag ich Kerzen sehr. Früher hatte ich immer eine an, meistens vor mir auf dem Schreibtisch, und auch sonst im Raum stand das eine oder andere, brennende Leuchtobjekt zu meiner Ergötzung und Freude. Das leise flackernde Licht, der gewisse Duft nach frischem Wachs, die Magie der offenen Flamme, und sei sie auch noch so klein... wunderbar.

Dann wurden wir Katzeneltern. Mit unserem ersten gemeinsamen Kater Arradon war das noch kein großes Problem, nur daß wir uns vor allem auf stabile, standfeste Kerzen beschränkten bzw. Windlichter aller Art mit Teelichten bevorzugten. Auch Smilla war nach ihrer Teenagerzeit gesetzt genug, um einen mit Kerzenlicht erleuchteten Raum auch mal unbesorgt für einen Klogang verlassen zu können. Irgendwann kam jedoch Skrållan, und nun wurde es kompliziert. Skrållan, die auch den Spitznamen "Eichhörn" trägt, weil sie ein halbes Kletteräffchen ist und früher ständig und überall herumsauste, vor allem in die Senkrechte, machte uns noch wesentlich vorsichtiger. Doch irgendwie wurde es mit jeder Katze, die aus den verschiedensten Gründen bei uns Einzug hielt (während andere uns leider verließen) die Kerzenfrage etwas schwieriger, und nach dem Umzug ins Holzhaus wurde aus dem Kerzenthema schließlich das aktuelle Minimum, bedingt durch die aktuelle Katerbesetzung: Monsieur Pelle hat einen so langen, wuscheligen Schwanz, der sich bei seinen Kontrollgängen rund um den Couchtisch ständig gefährlich über alles neigt, was sich darauf befindet, und unruhiger Geist Pitù, der _alles_ ausprobiert, was nur irgendwie machbar ist - auch, wie dicht er sich an einer Flamme entlangquetschen kann, ohne Löckchen zu kriegen - und der im Fall humaner Abmahnungen so wild die Flucht ergreift, daß in der Regel die Hälfte dessen, was auf dem Tisch stand, ebenfalls den Fliehkräften unterworfen wird.
Seither "brennt" nur noch, was sich direkt unter dem Auge einer der Zweibeiner befindet, und sobald auch dieser den Bereich verläßt, wird das Leuchtobjekt entweder gelöscht oder mitgenommen. Nicht unbedingt günstig für so manche Kerzenart, und so richtig gemütlich ist das auch nicht.

Dann war da noch das leidige Problem mit den Teelichten. Als leidenschaftliche Teetrinker ist bei uns eigentlich fast immer ein Stövchen an mit einer Teekanne drauf. Vor Jahren bin ich auf aluminiumhüllenfreie Teelichte und Teelichtgläser umgestiegen, aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründen. Das lief gut, solange die Dinger komplett ausbrannten, doch dann blieb irgendwann mehr als ein Drittel übrig, und man mußte jedes Gläschen auspulen, bevor man es neu bestücken konnte. Lästig. Dann brannten die Dinger nicht mal mehr richtig, und wir sind aus offen eingestandener Bequemlichkeit und großer Preis-Leistungs-Frustration wieder auf konventionelle Teelichte umgestiegen. Hier gab es bald das gleiche Phänomen: das Licht ist sehr schnell fast am Ertrinken, wärmt die Kanne nicht mehr, brennt nicht aus. Egal von welchem Hersteller, egal ob länger gelagert oder neu gekauft... immer dasselbe.

Daher begann ich nach Alternativen zu suchen, und fand auch bald eine mit einem Teelicht-Brenner-System von Velantico. Irgendwann letztes Jahr haben wir uns zwei Brenner in Teelichtgröße besorgt, einen Vorrat an diesen Paraffinkugeln, und mit Erfolg getestet und benutzen dieses System inzwischen mit großer Zufriedenheit. Es eignet sich nicht für sehr niedrige Stövchen; unser Lieblingsstövchen müssen wir auch ggf. etwas erhöhen (ist machbar, mußte mein Opa mal aus anderen Gründen machen und klebte Stücke von Kupferdraht mit temperaturbeständigem Porzellankleber ringförmig auf), sonst bekommt die Kanne starke Rußflecken oder sogar eine Rußnase.
Allerdings ist die Flamme, da größer und effektiver, auch heißer als die gewöhnlicher Teelichte. Sprich sie eignet sich weder für Siljans Morgenteekanne, in die nur ein halber Liter paßt und deren Stövchen recht klein ist, noch taugt sie für unsere (der Katzenproblematik wegen gekauften) hängenden Glaskugelwindlichter.

Also habe ich weitergesucht, nun nach auch dekorativen Alternativen. Mir waren mittlerweile batteriebetriebene LED-Teelichte begegnet, aber die kamen für mich nicht wirklich in Frage, Batterien müssen nicht sein. Eigentlich finde ich künstliches Licht auch nicht so toll - aber anderseits vermisse ich die Möglichkeit, in alle möglichen Ecken und Winkel unbesorgt Windlichter und Kerzen stellen zu können, egal wo ich bin. Auch Kerzen und Lichter in hohen Glasgefäßen oder Lampen sind bei Wirbelwind Pitù keine Alternative mehr.
Dann entdeckte ich LED-Teelichte, die mit Akku betrieben werden, von Lunartec. (Ich habe keine Webseite gefunden und habe sie hier gekauft, da mein Vater dort gerade etwas bestellte.) 12 LED-Teelichte, die leicht flackern, jedes hat einen Ein/Aus-Schalter, und dazu ein Ladetablett mit Steckkontakten. Die Lichte sind individuell aufladbar, 6 Stunden soll es dauern, und sie sollen eine Brenndauer von 12 Stunden haben. Da sie erst vor drei Tagen geladen hier ankamen kann ich davon noch nichts bestätigen. Aber nun haben wir wieder an allen möglichen Ecken und Enden kleine, teils bunte Lichtchen an, und das ist einfach schön :o). Klar, "echte" Flammen sind schöner, das ist unbestritten. Aber in unserem wilden Katzenhaushalt im Holzhaus ist das einfach der beste Kompromiß, denn man muß auch nicht dran denken etwas auszumachen wenn man das Haus verläßt.

Soweit wäre alles gut - wenn ich nicht jüngst duch Zufall auf das Thema "Kerzen, Erdöl, Nachhaltigkeit und Urwald" gestoßen wäre. Nicht daß ich nicht gewußt hätte, was Paraffin ist und woraus es besteht - aber ich muß ganz offen zugeben, daß bei meinem Bemühen in den letzten Jahren, möglichst CO2-neutral zu leben, das Thema "Kerzen" bzw. "Teelichte" völlig außen vor geblieben ist. Ich wußte auch, daß Stearin aus Palmöl gewonnen wird, neu war mir jedoch, daß für dieses Palmöl bzw. die dafür nötigen Plantagen zunehmend mehr Regenwald gerodet wird. Und wie das immer so ist, wenn man das alles erstmal genau realisiert, fühlt man sich auf einmal nicht mehr wohl damit. Doch angesichts der Länge dieses Eintrags bisher und meiner für heute noch recht langen Aufgabenliste dazu mehr in einer Fortsetzung!

(Crossposting-Fail: ich hab ausnahmsweise im Wordpress zuerst gepostet und vergessen, zu crossposten... dort erschien der Eintrag schon am 23. Dezember.)

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