neckarhex: Socken (kreativ)

Üblicherweise poste ich nur eigene Rezepte, aber gestern habe ich ein Rezept für vegetarische Bolognese auf Pilzbasis ausprobiert das so lecker ist, daß ich es gern teilen möchte. Da ich das Rezept, ganz untypisch für mich, exakt nachgekocht habe (bis auf einen zusätzlichen Schuß Wein *g* ) verlinke ich nur darauf. Das Rezept ist durch das Hacken der Pilze für ein Pastarezept verhältnismäßig aufwendig (zumindest da ich kein passendes Helferlein dafür habe) und braucht seine Zeit, um die Pilze wie genannt zu trocknen, aber der Aufwand lohnt sich unbedingt.

Update Ende 2015:  Ich besitze inwzwischen einen Fissler Finecut mit dem das Hacken der Pilze wunderbar geht und schnell und einfach zu erledigen ist; seither gibt es diese köstliche Bolognese noch öfter. Das Rezept schmeckt dabei auch ohne Käse wunderbar, weshalb ich es nun auch als vegan tagge.

Wir hatten dazu die letzte Flasche eines '95er Burgunder, den uns ein befreundeter Winzer zur Hochzeit geschenkt hatte. War gerade noch trinkbar, auch wenn er ein wenig seiner früheren Glorie verloren hatte, aber perfekt um die fehlende Sommerwärme draußen ein bißchen auszugleichen. ;)

Weitere Köstlichkeiten sind buchstäblich die Früchte meiner jüngsten Einkochaktionen und stehen nun schön aufgereiht in erfreulich großer Anzahl im Keller: Holunderblütengelee, Holunderblütensirup, Apfel-Minz-Gelee und Earl-Grey-Gelee. Auch eine Zitronenmarmleade, nachdem ich eine Tüte Zitronen "vom eigenen Baum" aus Mallorca geschenkt bekam, aber da ich peinlicherweise das Geliermittel vergessen habe im Arbeitseifer sind das bisher nur Gläser mit Zitronenfruchtsirup, deren Inhalt nochmal auf den Herd muß. Peinlich, peinlich...

Das Earl-Grey-Gelee war ein Experiment, das erfreulich gut gelungen ist. Ich habe Tee-Gelee das erste mal im Teesalon von Mariage Frères in Paris gegessen und war begeistert. Ein richtiges Rezept habe ich nicht gefunden, nur ein paar Hinweise von anderen Tee-Gelees, die mit Alkohol verfeinert wurden. Analog zu diesen habe ich einen doppelt starken Earl Grey gekocht (Earl Grey Impérial von Mariage Frères) und 15min ziehen lassen, und dann mit Gelierzucker 2:1 zu Gelee verarbeitet. Das Ergebnis ist genau richtig süß und herb und hat diesen wunderbaren Earl-Grey-Gechmack, wobei man das gewisse Etwas des MF-Tees noch gut herausschmecken kann.
Siljan wünscht sich nun ein Lapsang-Souchong-Gelee, das wird als nächstes ausprobiert.

Update 2015: Leider mußte ich feststellen, daß das Earl Grey-Gelee sehr schnell an Aroma verliert, was möglicherweise an der geringeren Zuckermenge liegt. Anderseits wäre es mit mehr Zucker wohl zu süß. So ein Gelee sollte man also nur in sehr kleinen Mengen, dafür aber möglichst frisch zubereiten. Ich hatte Konfigel zum gelieren verwendet, das sich zum Glück sehr gut auch gering dosieren läßt.
neckarhex: Cat redscharlach (Default)

… zumindest kurzfristig, laut Wettervorhersage. Gut, der Winter war lang, der Frühling noch länger, es war kalt, naß, sonnenlos, unerfreulich an erstaunlich vielen Tagen – aber muß man dann gleich wieder so übertreiben? Gefühlt werden wir hier von der Kühlbox in den Schmelztopf geschmissen und scheinen bereits gestern die Hitzerekorde des Jahres gebrochen zu haben. Zumindest ist es das erste Mal, daß mir vor Hitze Poster von den Wänden gefallen sind, weil der Kleber der Poster-Strips aufgegeben hat.

Gestern hatten wir tatsächliche 33,6°C am Haus gemessen – und später, als Sonne drauffiel, das erste Mal sogar über 40°C, auch neu. Heute und morgen sind 34°C vorhergesagt. Und wir haben nach wie vor MITTE JUNI. Ja, genau, JUNI. Nicht Juli oder August, wo man solche Temperaturen schon mal erwartet und kennt… wenn auch die Marge jenseits der 32°C selten genug erreicht wird. Im Schlafzimmer waren es gestern schon 28, 8°C, das ist jedenfalls ein Rekord. Gut daß es über Nacht etwas abgekühlt hat und ich in der Morgenkühle durchlüften konnte.

Sogar unserem spanischen Kater ist es zu heiß, der verkrümelt sich ständig in den Schatten und spielt schmelzenden Fellmolluskel. Vor einer starken Woche saß er noch vorwurfsvoll maunzend an der Heizung, weil die nicht mehr angestellt war… *kopfschüttel*

Immerhin hat mir die unerwartete Sommerwärme nun doch noch zu einer Holunderblütenernte verholfen, die ich auch dieses Jahr buchstäblich verregnet glaubte, nachdem der Holunder auch wochenlang aus dem Knospenstadium nicht herausgekommen war. Doch Sonntag konnte ich nach drei weitgehend sonnigen, vor allem regenfreien Tagen einen großen Eimer voller Blüten im perfekten Stadium ernten, und nun ziehen zwei große Töpfe mit Blüten in entweder Apfelsaft für Gelee oder Wasser, Weißwein und Zitronen für Sirup. Der Nachteil ist nur, daß die dann morgen verkocht werden müssen. Einkochen bei solchem Wetter, das ist ganz großes Kino…

Immerhin, im Garten geht es munter zu. Die Blindschleichen sind glücklich, unterm kürzlich gemähten Wiesenheu auf die Jagd zu gehen, Siljan hat eine kleine und die oder noch eine Große gleich zweimal entdeckt bzw. unfreiwillig aufgeschreckt. Wir haben mindestens zwei weitere Wildbienenarten gesehen, die sich begeistert am Kumfrey und der Katzenminze laben, während die Hummeln die Wiesengräser umschwärmen. Spannend ist es auch, was die Wiese dieses Jahr so alles zu bieten hat – wieder eine andere Mischung als die Jahre zuvor, dieses Mal vor allem Wiesenstorchschnabel und wilde Wicken in solchen Mengen, daß neulich alles lila blühte. Das Staudenbeet ist buchstäblich explodiert, besagter Kumfrey und Katzenminze streiten sich mit Frauenmantel, Sauerampfer und Baumhortensie um den Platz, und die von meinen Eltern geerbten Pfingstrosenableger blühen trotz herbstlichem Umpflanzens das erste Mal.

Profile

neckarhex: Cat redscharlach (Default)
neckarhex

May 2017

S M T W T F S
 123456
78910 1112 13
141516 17181920
21222324252627
2829 30 31   

Syndicate

RSS Atom

Most Popular Tags

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated Sep. 20th, 2017 02:56 pm
Powered by Dreamwidth Studios