neckarhex: Close shot of strawberries. (delicious)
Mein absolutes Lieblingsrezept für eingelegten süß-sauren Kürbis mit Ingwer, dem verlorengegangenen meiner Großmutter ungefähr nachgebaut. [milchfrei, weizenfrei, vegetarisch, vegan möglich mit entsprechenden Zutaten]

Man braucht dazu einen Muskatkürbis (Riesenkürbis, cucurbita moschata), da der Kürbis sehr festes Fleisch haben muß, sonst zerfällt er oder wird unangenehm weich.

Den Kürbis in Spalten schneiden, entkernen, Fasern aus dem Inneren sorgfältig entfernen, schälen, und in Stücke von ungefähr Spielwürfelgröße bis max. 2cm Kantenlänge zerteilen. Die Größe ist Geschmackssache, allerdigns sollten alle Stücke einer Charge ungefähr gleich groß sein.

Pro geputztem kg Kürbisfleisch dann
0,25l Weißweinessig (laut Originalrezept Zitronenessig, aber ich nehme lieber echten Weißwein- anstatt künstlichen  Zitronenesssig)
1 Stange Zimt oder 1 2cm langes Stück Zimtrinde, jeweils in 2-3 Stücke zerbrochen
4 Gewürznelken
Saft (*) und Schale von 1 Biozitrone: Schale mit de Sparschäler dünn abschälen und in feine Streifen schneiden oder mit einem Zestenreißer abschälen) (* Bei der Verwendung von Zitronenessig entfällt der Zitronensaft)
ca. 2cm Ingwerwurzel geschält und in Scheiben geschnitten (diese kann komplett weggelassen werden)
alles zusammen aufkochen, über den Kürbis gießen und ca. 24 Stunden ziehen lassen, dabei immer wieder umrühren damit alle Kürbisstücke mit der Flüssigkeit in Kontakt kommen.

Dann die Flüssigkeit abgießen, mit 500g Einmachzucker (das ist etwas gröberer normaler Haushaltszucker, der geht aber auch, ebenso Rohrohrzucker) aufkochen. Den Kürbis dazugeben und so lange unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis der Kürbis glasig ist (verändert die Farbe etwas und hat die weiche aber feste Konsitenz die er später haben soll.)

Währenddessen entsprechende Twist-off-Gläser (ich nehme Gurkengläser von ca. 500-600ml) sterilisieren, (d.h. entweder auch die Gläser auskochen, oder die Gläser zumindest 10min in sehr heißem Wasser liegen lassen. Die Decke auf jeden Fall mind. 5min auskochen.)
Den fertigen Kürbis so heiß wie möglich einfüllen. Die restliche Flüssigkeit noch einmal kurz aufwallen lassen und den Kürbis damit knapp bedecken (bis maximal 1,5cm unter den Rand, sonst werden die Gläser später nicht dicht). Dabei möglichst in jedes Glas eine Nelke, ein Stück Zimtrinde und ein Stück Ingwer sowie so viele Zitronenschalenstreifen wie möglich geben. Wer Ingwer nicht so gerne mag läßt den Ingwer weg, die anderen Gewürze sollten mit rein.

Bisher habe ich den Kürbis nicht eingekocht, da die Menge an Zucker und Essig ausreicht für eine sichere Konservierung. Dieses Jahr habe ich das erste Mal die meisten Gläser auch eingekocht, wie das Ergebnis ausfällt berichte ich dann. (30min bei 100°C im Einkochtopf)

Kürbis-Tips: ich kaufe meistens im Herbst einen schönen Muskatkürbis, da wir selbst keine anbauen. Den vorletzten hatte ich ziemlich direkt verarbeitet und habe mich entsetzlich mit sehr hartem Kürbisfleisch abgequält. Dieses Jahr kam ich erst jetzt im Mai zum Verarbeiten und hatte einen hocharomatischen, duftenden und sehr reifen Kürbis der sehr leicht zu verarbeiten war. So lange sollte man möglichst nicht warten, aber ich würde sagen daß es ggf. nicht schaden kann den intakten und einwandfreien Kürbis eine Weile liegen zu lassen, um ihn leichter verarbeiten zu können. Mein Kürbis lag im kühlen und luftigen Hausflur auf einer Kommode, dabei nie vollflächig, sondern immer so daß möglichst überall hin Luft kam; auch habe ich ihn regelmäßig kontrolliert und umgelagert.
Der Kürbis dieses Jahr wog beim Kauf ca. 6-7kg und ergab 3,3kg Fruchtfleisch. Ich habe alles eingemacht, da mein Vater und mein Schwager die Kürbisleidenschaft teilen und mein Kürbis sehr begehrt ist; aber man kann einen Teil des Fleisches genausogut für andere Rezepte verwenden und  z.B. auch gut in STücken oder bereits gekocht und püriert für Suppen und Gemüse etc.

Allgemeine Info zu meinen Rezepten



neckarhex: Socken (kreativ)

Üblicherweise poste ich nur eigene Rezepte, aber gestern habe ich ein Rezept für vegetarische Bolognese auf Pilzbasis ausprobiert das so lecker ist, daß ich es gern teilen möchte. Da ich das Rezept, ganz untypisch für mich, exakt nachgekocht habe (bis auf einen zusätzlichen Schuß Wein *g* ) verlinke ich nur darauf. Das Rezept ist durch das Hacken der Pilze für ein Pastarezept verhältnismäßig aufwendig (zumindest da ich kein passendes Helferlein dafür habe) und braucht seine Zeit, um die Pilze wie genannt zu trocknen, aber der Aufwand lohnt sich unbedingt.

Update Ende 2015:  Ich besitze inwzwischen einen Fissler Finecut mit dem das Hacken der Pilze wunderbar geht und schnell und einfach zu erledigen ist; seither gibt es diese köstliche Bolognese noch öfter. Das Rezept schmeckt dabei auch ohne Käse wunderbar, weshalb ich es nun auch als vegan tagge.

Wir hatten dazu die letzte Flasche eines '95er Burgunder, den uns ein befreundeter Winzer zur Hochzeit geschenkt hatte. War gerade noch trinkbar, auch wenn er ein wenig seiner früheren Glorie verloren hatte, aber perfekt um die fehlende Sommerwärme draußen ein bißchen auszugleichen. ;)

Weitere Köstlichkeiten sind buchstäblich die Früchte meiner jüngsten Einkochaktionen und stehen nun schön aufgereiht in erfreulich großer Anzahl im Keller: Holunderblütengelee, Holunderblütensirup, Apfel-Minz-Gelee und Earl-Grey-Gelee. Auch eine Zitronenmarmleade, nachdem ich eine Tüte Zitronen "vom eigenen Baum" aus Mallorca geschenkt bekam, aber da ich peinlicherweise das Geliermittel vergessen habe im Arbeitseifer sind das bisher nur Gläser mit Zitronenfruchtsirup, deren Inhalt nochmal auf den Herd muß. Peinlich, peinlich...

Das Earl-Grey-Gelee war ein Experiment, das erfreulich gut gelungen ist. Ich habe Tee-Gelee das erste mal im Teesalon von Mariage Frères in Paris gegessen und war begeistert. Ein richtiges Rezept habe ich nicht gefunden, nur ein paar Hinweise von anderen Tee-Gelees, die mit Alkohol verfeinert wurden. Analog zu diesen habe ich einen doppelt starken Earl Grey gekocht (Earl Grey Impérial von Mariage Frères) und 15min ziehen lassen, und dann mit Gelierzucker 2:1 zu Gelee verarbeitet. Das Ergebnis ist genau richtig süß und herb und hat diesen wunderbaren Earl-Grey-Gechmack, wobei man das gewisse Etwas des MF-Tees noch gut herausschmecken kann.
Siljan wünscht sich nun ein Lapsang-Souchong-Gelee, das wird als nächstes ausprobiert.

Update 2015: Leider mußte ich feststellen, daß das Earl Grey-Gelee sehr schnell an Aroma verliert, was möglicherweise an der geringeren Zuckermenge liegt. Anderseits wäre es mit mehr Zucker wohl zu süß. So ein Gelee sollte man also nur in sehr kleinen Mengen, dafür aber möglichst frisch zubereiten. Ich hatte Konfigel zum gelieren verwendet, das sich zum Glück sehr gut auch gering dosieren läßt.

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